Auerbach Stadt-Anzeiger - Januar 2022

Stadt-Anzeiger Auerbach - Januar 2022 - 22 900 Jahre Pfarrei Johannes der Evangelist Michelfeld (Fortsetzung von Seite 16) (Fortsetzung Seite 28) Unter Pfarrer Johann Müller (1903-1981; in Michelfeld fast 30 Jahre, 1947-1976) wurde 1967-1969 eine dringend notwendige Außensanierung von St. Leonhard incl. Turmkuppel durchgeführt. Pfarrer Müller hatte kurz zuvor eine andere Baustelle erfolgreich beendet: „1965 wurde die 1964 begonnene Außenrenovierung des Kirchturms der Asamkirche abgeschlossen. Ein volles Jahr war der Kirchturm eingerüstet. Ausgebessert wurden bei diesen Instandsetzungsarbeiten auch die beiden Sandsteinfiguren am Eingangsportal, der hl. Kaiser Heinrich und seine Gemahlin Kunigunde.“ (5, Seite 74) „Pfarrer Müller war ein sehr geselliger Mensch. Neben seinen seelsorgerischen Aufgaben suchte er gerne den Kontakt zu seinen Schäflein.“ (6) In seiner langen Amtszeit wurde 1972 auch der Grundstein für das Pfarrzentrum St. Otto mit Kindergarten gelegt, und das abgeschlossene Projekt 1975 durch den damaligen Domkapitular Dr. Josef Kraus (1911-1984) eingeweiht. Sein übernächster Nachfolger Pfarrer Franz Wolfring musste 1982 feststellen: „Bedauerlicherweise kamen St. Leonhard, der Ölberg und die Wieskapelle immer mehr herunter. … ‚Die … Kunstwerke sind großenteils noch vorhanden, wenngleich z.T. in einem erbarmungswürdigen Zustand.‘ … Daß man die drei Kunstwerke auf dem Michelfelder Friedhof retten muß, ist an sich keine Frage. “ (3, Seite 40f) „Mit aller Kraft setzte er (Anm.: Pfarrer Wolfring) sich für eine Renovierung dieses Gotteshauses, des Ölbergs und der Wieskapelle ein. Im Innern der Kirche wurde 1983 der Stuck restauriert, der von dem Hofstukkateur Rudolf Albini im Jahre 1737 angebracht worden war. Die Chordecke am Hochaltar bekam die gleiche Fassung wie das Schiff. Pfarrer Wolfring war sehr zufrieden mit der guten Arbeit und stellte fest: ‚Das schaut jetzt aus wie der bayerische Himmel.‘ Nach vierjähriger Restaurierung riefen die Glocken am 1. November 1985 wieder zur Allerheiligen-Andacht. Im selben Jahr nahm Pfarrer Franz Wolfring die Bayerische Denkmalschutzmedaille aus den Händen des damaligen Kultusministers Hans Maier (Anm.: geb. 1931; 1970-1986 Kultusminister in Bayern) entgegen.“ (7) Pfarrer Wolfring erhielt diese hohe Auszeichnung, weil „er sich für die Erhaltung und Restaurierung kirchlicher Denkmäler im Ort eingesetzt hat …“ (5, Seite 80)

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