Auerbach Stadt-Anzeiger - Januar 2022

Stadt-Anzeiger Auerbach - Januar 2022 - 28 900 Jahre Pfarrei Johannes der Evangelist Michelfeld (Fortsetzung von Seite 22) (Fortsetzung Seite 30) Dankbare Erinnerung an Pfarrer Franz Wolfring, der in seiner Michelfelder Zeit (1979-1987) nicht nur ein guter und beliebter Seelsorger für Jung und Alt, sondern auch ein tüchtiger Bauherr und ein sehr engagierter Heimatforscher war. Er starb völlig unerwartet am 24. März 1987, und hat seine letzte Ruhestätte auf dem Michelfelder Friedhof. Die von Anfang an dem hl. Leonhard geweihte Kirche im Friedhof Michelfeld wurde also 1983 bis 1986 unter Pfarrer Franz Wolfring (Pfarrer in Michelfeld 1979-1987) aufwändig und sehr gut saniert und grundlegend restauriert. Sie ist seither in einem guten und sehr ansprechenden Zustand, und einen Besuch wert. Sachkundige Führungen können mit Luitpold Dietl (09643 1511) vereinbart werden. Während der Sanierung der Asamkirche (insgesamt 19921998) war St. Leonhard weitgehend wieder gottesdienstlicher Mittelpunkt der Pfarrei. Am 27. Dezember 1986 wurde die neue Orgel in St. Leonhard in Dienst gestellt, und am 12. November 1988 erhielt schließlich der neue Tischaltar mit Reliquien der Heiligen Amanda und Godehard seine feierliche Weihe. 1927 Bau des Pfarrhofs durch Regens Wagner Über 800 Jahre, von 1121 bis 1927, wohnten und amtierten die Pfarrer von Michelfeld im Kloster, zuletzt im sog. Prälatenbau im 1. Stock rechts neben der Kirche St. Johannes der Evangelist. Das war an sich kein Problem, da viele von ihnen ja Benediktiner waren und dem hiesigen Konvent angehörten. Außerdem war es sehr praktisch, als die Asamkirche am 10. Juli 1804 Pfarrkirche wurde, und der Pfarrer praktisch in Hausschuhen in seine Kirche gehen konnte. Am 29. Oktober 1884 zogen die ersten Schwestern mit einigen behinderten jungen Frauen in die dann am 14. Juni 1885 offiziell eröffnete Versorgungsanstalt für taubstumme Mädchen ins ehemalige Kloster Michelfeld ein.

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