Auerbach Stadt-Anzeiger - Januar 2022

Stadt-Anzeiger Auerbach - Januar 2022 - 6 Feldri� ersporn bei Ohrenbach, alte Apfel- oder Birnensorten in den heimischen Gärten oder besondere Anbauarten bei Biolandwirten in der Region - das alles sind Themen, mit denen sich die Ökomodellregion im Landkreis beschä�igt. Seit 2014 gibt es dieses vom Land geförderte Bündnis für den Ökolandbau im Landesprogamm BioRegio 2030, welches sich einen Ausbau des Ökolandbaus auf 30 Prozent bis ins Jahr 2030 zum Ziel gesetzt hat. Zur Öko-Modellregion „ASAM“ gehören die 27 Kommunen des Landkreises und die Stadt Amberg. Projektmanagerin ist seit letztem Jahr Annika Reich, die Agrarmanagement studiert hat und selbst aus einer Landwirtscha� stammt. Sie ist die erste Ansprechpartnerin und hat ihren Dienstsitz imLandratsamt. Vorrangiges Ziel der Ökomodellregion ist die Verbesserung der Absatzmöglichkeiten von Bio-Rohstoffen und -Lebensmi� eln in der Region. Dabei sollen auch in der Direktvermarktung und dem Einsatz von regionalen Bio-Produkten in Gemeinscha�sverpflegung und Gastronomie Poten�ale verstärkt genutzt werden. „Es werden alle Arten von Projekten gefördert, die einen Beitrag zum 30-Prozent-Ziel leisten“, erklärt Annika Reich. „In der Öko-Modellregion ASAM sind das vorrangig solche, die in den BioWertschöpfungske� en Getreide, Fleisch undMilch stecken. Daneben haben wir auch Projekte zur BioBewusstseinsbildung in Schulen, Kindergärten und der Erwachsenenbildung. Zusätzlich ist die Vernetzung von Bio-Landwirten und konven�onellen Landwirten ein wich�ges Thema in der ÖMR. Um die vielfäl�gen Projekte umzusetzen, haben wir viele Partner, von den Bio-Landwirten, über die Verbände, wie BBV oder den Bioanbau-Verband, dem Landratsamt Amberg-Sulzbach sowie den beiden ILEs AOVE und FrankenPfalz, bis hin zu allen Akteuren, die sich für den Öko-Landbau einsetzen möchten und Projek�deen haben. Jeder für sich kann seinen Beitrag dazu leisten, dass das 30-ProzentÖkomodellregion Amberg-Sulzbach 1.2022 Die Seite der Stadt - mit Daten, Fakten und Projekten! Ziel bis 2030 erreicht wird“, erklärt Reich. Die Verbraucher etwa über ihre Kaufentscheidung bei BioLebensmi� eln, die Produzenten und Verarbeiter über die Produk- �onsweise ihrer Erzeugnisse. Hier unterstützt die ÖMR mit Informa- �onsmaterial aber auch Seminaren und Workshops. Diese helfen den Konsumenten beim Einkauf, informieren aber auch über den Anbau und die Herstellung der Produkte. Am Beispiel Verbraucher heißt das etwa, dass Bio-Produkte erlebbar werden können. In verschiedenen Projekten werden die Bio-Erzeuger im Landkreis vorgestellt und ihr Betrieb für die Kunden sichtbar. Auch wird konkretes Handwerkszeug wie Kochkurse zur Zubereitung bio-regionaler Produkte angeboten. In einem anderen Projekt kümmert sich die Ökomodellregion auch um alte Obstsorten, die erfasst und kar- �ert werden. Ideen sind jederzeit willkommen und können gemeinsam mit der Projektmanagerin in Projekte überführt werden. Das wich�gste an der Einbringung von Ideen ist aber die ak�ve Mitarbeit des Ideengebers. Projekte sollen, insbesondere bei längerer Laufzeit, irgendwann in die Selbstständigkeit überführt werden. Weitere Informa�onen finden sich auf der Website der Ökomodellregion ASAMunter: www.oekomodellregionen.bayern/ ambe rg - su l zbach - und - s tad tamberg ? Wussten Sie ... .... dass Ökolandbau im Landkreis groß geschrieben wird?

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