pro Su-Ro - Bergstadtbote Mai 2022

4 Endlich: Das schlichte, aber schnuckelige Kirchlein in der Spitalgasse ist fertig saniert und seit kurzem wieder zugänglich. Fast drei Jahre dauerten die Arbeiten, noch länger zuvor die Diskussion um die Finanzierung. Und dann konnte man wegen Corona erstmal keine Eröffnungsfeier für das im November 2021 vollendete Werk halten. Diese fand nun soeben statt, am 26. April. Was also lange währte, wurde gut. Architekt Martin Kunert hat mit größtem Engagement sowie in bester Kooperation mit Denkmalbehörden und Stadtbauamt die Maßnahme geplant und geleitet. Heuer ist der durch beide Konfessionen genutzte Sakralbau sogar „Simultankirche des Jahres“. Diesen Titel verleiht alljährlich der „Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz e.V.“ (siehe Kasten). Die Andacht am 16. Mai 1971 zur Wiedereröffnung nach der vorherigen Sanierung war übrigens wohl der erste ökumenische Gottesdienst in unserer Stadt. Die kleine Kirche birgt geheimnisvolle Details – stammt doch die heutige Innenausstattung aus der alten Spitalkirche, erbaut um 1350 an der Bachbrücke unterhalb des Schlosss. Seit ein paar Jahrzehnten dient sie dem Biergarten neben dem „Kreuzerwirt“. Dort unten wurde das mittelalterliche Bürgerspital 1804 geschlossen – und mit Profanierung der Spitalkirche deren Inneres in die um 1735 auf dem Bühl errichtete Kapuzinerkapelle transferiert. In dem zugehörigen Klösterl auf dem Bühl, 1802 säkularisiert und ausgeräumt, richtete man das Bürgerspital neu ein. Die fast leere Bühlkapelle wurde als neue Spitalkirche mit dem Inventar ihrer Vorgängerin gefüllt: Altar, Orgel, Kruzifixe, Gemälde, Figuren usw. Doch dabei ergab sich ein Problem: Die im Stil der Gotik errichtete alte Spitalkirche war größer, vor allem höher als die kompakte Bettelordenskapelle. So musste der schmucke Barockaltar unten zurechtgestutzt werden, um knapp in den neuen Chorraum zu passen. Schiebt man heute die Tabernakel-Konstruktion vom hinteren Ende des Altartisches etwas vor, kommt zwischen den Konsolenschildern unter den Assistenzfiguren „St. Johanna“ und „St. Erasmus“ ein RetabelFeld zum Vorschein: Oben von profilierten Bogenleisten und seitlich mit Schnitzwerk eingefasst, war es ursprünglich sichtbar. Delikat ist eine andere Veränderung am Altar, die sich aber kaum datieren lässt. Ist das Schild unter der rechten Heiligenskulptur unangetastet, fällt unter der linken Figur bei geEine ‚diverse‘ Heiligenfigur am gestutzten Altar? Mysteriöses aus der Spitalkirche Dr. Markus Lommer, Heimat(er)kunde(n) Nr. 22: Bestattungen www.ms-bestattungen.de Georg-Schiffer-Str. 4 24 Stunden 0 96 22 / 704 330 5 SULZBACH-ROSENBERG Kugelplatz 7 24 Stunden 0 96 61 / 813 624 0 Jedem Leben ein Zeichen setzen Für Sie im gesamten Landkreis und auf allen Amberger Friedhöfen Wir führen für Sie aus: Ökologische Fassadenanstriche farbtonstabil, vorbeugend gegen Algen und Pilze. Ökologische Innenanstriche vorbeugend gegen Schimmel. Dünnputze und Armierungen Farben- und Bödenverkauf: Fr. 14.00–17.00 Uhr Sa. 9.00–12.00 Uhr Vor die Spitzbogenfenster im Chorraum der alten Spitalkirche am Erlbach hatte Familie Asam um 1710 einen prächtigen Altar hineinkomponiert, mit St. Elisabeth im Gemälde. Nur mühsam konnte man ihn 1804 in die neue Spitalkirche am Bühl einpassen. Seitdem stehen Altartisch und Tabernakelgehäuse (zwischen den Füßen der Heiligen-Figuren) fast einen Meter zu hoch. (Foto links: Stadt Su.-Ro.; übrige Fotos: ml) 92237 SULZBACH-ROSENBERG, ROSENBERGER STRASSE 11 TEL. 09661-3993, FAX 09661-53673, WWW.SPORTCAMP-SHOP.DE Herren Sommerschuhe versch. Farben und Größen 49.– € Sonderpreis Keen Uneek 110.- €

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