4 Bestattungen www.ms-bestattungen.de Georg-Schiffer-Str. 4 24 Stunden 0 96 22 / 704 330 5 SULZBACH-ROSENBERG Kugelplatz 7 24 Stunden 0 96 61 / 813 624 0 Jedem Leben ein Zeichen setzen Für Sie im gesamten Landkreis und auf allen Amberger Friedhöfen Es war bestimmt keine Liebesheirat, aber inzwischen, nach 90 Jahren, sind der Doppelname und die damit verbundene Vereinigung von Sulzbach und Rosenberg längst anerkannt - auch wenn besonders die älteren „Eingeborenen“ natürlich immer noch zwischen Sulzbachern (manchmal auch „Stoderer“ genannt) und „Rousnberchern“ aus dem „Dorf“ unterscheiden. Wie kam der Doppelname zustande? Der Historiker Dr. Bernhard Piegsa hat es erforscht: Der langanhaltende Bedeutungsverfall der alten Residenzstadt Sulzbach barg die Gefahr, dass sie „vollends zum Anhängsel des nimmersatten Ambergs“ wurde. Schon in der Weimarer Zeit sollte eine „Vernunftehe“ mit dem dank der Industrie finanzstarken Rosenberg Stadt und Bezirk Sulzbach stärken, schreibt er in der damaligen SRZ-Beilage zur 75-Jahr-Feier 2009. Bei den ab 1927 geführten Verhandlungen habe sich zwar gezeigt, dass die Rosenberger Kommunalpolitiker zunächst einer gut nachbarlichen Allianz auch keineswegs abgeneigt waren. „Doch die politischen Querelen, die die Herzogstadt zwischen 1928 und 1931 erschütterten, mögen dazu geführt haben, dass die Maxhüttengemeinde wieder auf Distanz ging“, vermutet Piegsa. Doch ganz aus den Augen verlor man das Thema nie. Anfang der 30er Jahre hatten die Rosenberger schon recht konkrete Vorstellungen von einer Doppelstadt. Doch dann kamen die Nazis: NSDAP-Kreisleiter Paul Arendt setzte in „Handstreichmanier“ die Vereinigung Sulzbach und Rosenbergs auf die lokalpolitische Tagesordnung. Und dann berief er für den 7. April 1934 eine gemeinsame Sitzung von Sulzbacher Stadtrat, Rosenberger Gemeinderat und NSDAPKreisleitung im „Schlößl“ ein. Eineinhalb Stunden redete der aus Sachsen stammende Kreisleiter mit Engelszungen auf die Kommunalpolitiker ein: „Eine 10 000-Einwohner-Stadt ohne Behörden wird es künftig nicht mehr geben und nachbarlichen Bezirken wird es unmöglich werden, alle Behörden, Anstalten und Einrichtungen, die der Lauf der Zeit mit sich bringt, für sich allein zu beanspruchen“, zitiert Piegsa aus dem Protokoll. Die Rosenberger fühlten sich zunächst vom bereits vorformulierten Vereinigungsbeschluss mit den Namen aller Kommunalpolitiker regelrecht überfahren. Doch mit „Zuckerbrot und Peitsche“ (Piegsa) schüchterte Arendt die „Nörgler“ schnell ein. Am Ende der Sitzung stand dann das erwünschte einstimmige Ja zu der von Arendt geforderten „Liebesheirat“. Das schlachtete die Partei natürlich als „nationalsozialistische Großtat“ propagandistisch aus, am 9. April erfuhren die Bürger der beiden Gemeinwesen aus einem Aufruf offiziell, dass sie demnächst zu einer „Gesamtbevölkerung von Sulzbach-Rosenberg“ zusammengefügt würden - die „Perle der Oberpfalz“ sollte entstehen. Drei Tage Festbeflaggung im Juli, pausenlose Bejubelung durch die Nazis und ein Staatsakt am 26. August 1934 auf dem Annaberg mit dem Kultusminister beschlossen die Flitterwochen. Vorher hatte sich am 17. Juli der Stadtrat der neuen Doppelstadt konstituiert – paritätisch aus Sulzbachern und Rosenbergern zusammengesetzt. Unter den drei Bürgermeistern allerdings war kein Rosenberger. Erster Bürgermeister wurde natürlich Paul Arendt. 1937 Keine Liebesheirat: Sulzbach und Rosenberg Eine historische Aufnahme aus dem Stadtarchiv: Stadtrat und Gemeinderat tagten mit der NSDAP-Kreisleitung im Schlößl, am 7. April fiel die einstimmige Entscheidung für den Zusammenschluss, nachdem Paul Arendt (vorne, Vierter von links) massiv dafür geworben hatte. Nun war es offiziell: Diesen Aufruf an die Gesamtbevölkerung der Stadt Sulzbach-Rosenberg veröffentlichten die Sulzbacher Zeitung/Rosenberger Nachrichten am 9. April 1934. Auftragsnummer: 0002527025 AuftragsPosition: 1 Verkauf von Farben und Böden Freitag 14.00 – 17.00 Uhr Samstag 09.00 – 12.00 Uhr Wir führen aus Innenanstriche ökologisch, schimmelvorbeugend, nachhaltig. Fassadenanstriche ökologisch, algenvorbeugend, farbtonstabil bis 20 Jahre. Vinyl und Teppichboden zum lose verlegen in Planken und Quadratform Telefon 09661/4504 Industriestraße 5 92237 Sulzbach-Rosenberg dillinger-sielaff@online.de
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