pro Su-Ro - Bergstadtbote September 2024

16 „Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Wohnen heißt, ein Zuhause zu haben und einen Raum für gelebte Beziehungen mit Angehörigen, Freundinnen und Freunden oder Menschen aus der Nachbarschaft. Über 90 Prozent der älteren Menschen leben in einer standardmäßig ausgestatteten Wohnung. Die meisten wollen in der vertrauten Wohnumgebung bleiben - auch, wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind.“ So schreibt es das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (www.bmfsfj.de). Die altersgerechte Gestaltung von Wohnraum und Wohnumfeld ist nicht nur von Vorteil für Ältere, sondern für die ganze Familie. Wie schnell ändert sich doch die Gesamtsituation durch einen plötzlichen Unfall, eine schwere Erkrankung, eine Behinderung oder zunehmende Pflegebedürftigkeit? Bereits kleine Maßnahmen zeigen oft große Wirkung •Entfernen Sie Stolperfallen wie Blumentöpfe oder Skulpturen am Boden oder den Teppich. •Stellen Sie Ihre Möbel so, dass Sie „freie Bahn“ haben. •Ist das Bücken zu mühsam? Es gibt wunderbare Greifhilfen! •Ihre Augen brauchen viel Helligkeit. Achten Sie auf Lampen, die Ihren ganzen Raum und die Nischen beleuchten. •Handlauf im Flur, Haltegriff im Bad und schon gibt es eine Gefahrenquelle weniger. •Nutzen Sie intelligente Assistenzsysteme (AAL) wie einen Saugroboter, automatische Fenster- oder Rolladenöffnung oder Lichtsteuerung. Weitere Infos zu AAL unter z.B. www. verbraucherzentrale.de. Lassen Sie sich beraten Die AOVE-Koordinationsstelle „Alt werden zu Hause“ unterstützt Sie mit dem Angebot der WOHNanpassungsBERATUNG. Herr Hirsch ist zertifizierter Wohnberater für ältere und behinderte Menschen und kommt kostenlos zu Ihnen. Er analysiert mit Ihnen die Gegebenheiten, gibt Tipps zu Fördermöglichkeiten für einen Umbau, hilft bei Alternativen zur Wohnraumgestaltung. (Josef Hirsch, 09664/1728 oder 01759803985 oder josef. hirsch@awz-hahnbach.de) Halten Sie sich körperlich und geistig fit •Trainieren Sie Ihr Gehirn: Lernen Sie Neues! Wie wäre es mit einer neuen Sprache oder einem Musikinstrument? Sudoku und Kreuzworträtsel sind gute „Jogging-Partner“. •Regelmäßige Bewegung fördert Ihre Gesundheit: Seniorengymnastik, Koordinationstraining, Sturzprophylaxe oder gezieltes Beintraining sind im Alter empfehlenswert. •Kennen Sie Kinaesthetics? Es ist die „Kunst der Bewegungswahrnehmung“. Lernen Sie das, was Sie noch gut können, ganz bewusst einzusetzen. Ziel ist es, die körperliche Belastung zu mindern und damit auch pflegende Angehörige durch Ihr eigenes Zutun zu unterstützen. •Pflegen Sie Ihre Kontakte: Lebhafte Gespräche mit Freunden, Familie oder Bekannten sind ein guter Weg, um fit zu bleiben. •Einkaufen ohne Liste und dabei gesunde Ernährung: Vor allem Vitamine und Omega3-Fettsäuren halten gesund. Kleine Anekdote von Herrn Hirsch: „Ich habe Klosterfrauen getroffen. Sie übten das, was sicherlich alle als Kinder nur zu gern taten: rutschen. Die Stufen rauf, sitzend runter und unten angekommen wieder aufstehen.“ Wann haben Sie das zuletzt geübt? Fangen Sie also an! Älter werden betrifft uns alle – einzig der Umgang damit ist entscheidend. Wir können nicht alles beeinflussen. Aber das, was in unserer Macht steht, können wir tun. Angebote zur körperlichen Fitness, dem Erlernen von Sprache oder Musikinstrumenten finden Sie im aktuellen Semesterprogramm der Volkshochschule. Achten Sie auch auf die vielen Veranstaltungen im Rahmen der Demenzwoche! Die AOVE bietet zudem spezielle Kinaesthetics-Kurse und ist die beste Anlaufstelle für Beratung. Im Alter selbstbestimmt leben Ein Artikel der Volkshochschule Amberg-Sulzbach zusammen mit der AOVE-Koordinationsstelle „Alt werden zu Hause“ Gesellschaft beim Spiel. Bilder: Drazen Zigic│freepik Lernen im Alter. Wir führen aus: Geprüfter TÜV Fachbetrieb zum Erkennen, Sanieren, Vermeiden von Schimmelpilz in Innenräumen. Ökologische Fassadenanstriche mit 20 Jahre Farbtongarantie. Ohne giftige Zusätze – rein mineralisch. Vorbeugend gegen Algen und Pilze. Bodenbeläge und Farbenverkauf: Freitag 14.00-17.00 Uhr Samstag 9.00-12.00 Uhr

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