13 Deutschland kapitulierte am 8. Mai 1945, der Krieg endete offiziell am 2. September mit der Kapitulation Japans. Der Krieg hatte verheerenden Auswirkungen auf die Welt mit weitreichenden Zerstörungen und Millionen von Toten. Nach dem Krieg wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt, und die Vereinten Nationen wie auch die NATO wurden gegründet, um den Frieden zu sichern. Fast 80 Jahre sind seitdem vergangen. Jahre, in denen so viel passiert ist, dass ein historischer Rückblick den Rahmen des Artikels sprengen würde. Jahre, in denen die Wirtschaft gewachsen ist, wir aber auch jede Menge an Krisen und neueren KonZeitzeugenschaft und Erinnerungskultur Die Oberpfälzer Volkshochschulen dokumentieren Ihre Erinnerungen Wie wirkten sich die NS-Diktatur und die gesellschaftlichen Umbrüche der letzten 70 Jahre auf die Menschen in der Oberpfalz aus? Wo gestaltete die Oberpfälzer Bevölkerung Geschichte mit? In diesem und dem kommenden Semesterprogramm gehen mehrere Volkshochschulen in der Oberpfalz diesen Fragen nach. Zu Wort kommen u. a. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Nationalsozialismus, des Protests gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf und der Veränderungen durch den Fall des Eisernen Vorhangs. Waren Sie selbst Zeitzeuge einer der oben beschriebenen Ereignisse und sind interessiert, davon zu berichten? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Die beteiligten Oberpfälzer Volkshochschulen freuen sich auf Ihre Teilnahme! Bild von freepik Echte Alternative zu Naturstein und Keramik. Alte Wandfliesen überarbeiten. Fugenlos in Großformaten. Dachboden und Innendämmungen. Schimmelsanierung. Farbenverkauf: Freitag 14.00-17.00 Uhr Samstag 9.00-12.00 Uhr Eine sagenha e Familien- geschichte zwischen Kanada und dem Libanon. Ein Lesevergnügen! Rosenberger Straße 12│ 92237 Sulzbach-Rosenberg www.buchhandlung-volkert.de Tel: 09661-812 373│ Fax: 09661-812 383 Pierre Jarawan│Die Frau im Mond 496 Seiten│EUR 26,00 flikten miterlebt haben. In meiner Recherche für den Artikel kreisten meine Gedanken oft darum, aufzuzeigen, was denn in unserer Region passierte, welche Firmen sich angesiedelt haben. Welchen Einfluss hatte das Kriegsende auf Sulzbach und Rosenberg? Doch kam ich zu dem Schluss, dass man dies hervorragend in der Herausgabe von Bernhard Piegsa „Aufbruch zwischen Schloss und Hüttenwerk“ lückenlos nachlesen kann. Vielmehr beschäftigt mich der gesellschaftliche Umgang mit Krieg und Frieden. Während für meine Generation (aus Erzählungen) und die ältere Generation das Kriegsende etwas ist, das es zu feiern gilt, das positiv besetzt ist und eine Erleichterung auslöst, weil zuvor Angst und Verheerung wüteten, gibt es heute viele junge Menschen, die den Krieg nur aus dem Geschichtsunterricht kennen. Das ist auch gut so, zeigt es uns doch ein stabiles Deutschland. Für eine Erinnerungskultur ist das aber zu wenig. Denn eine Erinnerungskultur ist entscheidend, um die Lehren der Geschichte zu bewahren und zukünftige Generationen zu informieren und zu sensibilisieren. Ohne eine Erinnerungskultur könnte das Verständnis für die Folgen von Kriegen und Konflikten verloren gehen. Kennen Sie noch Zeitzeugen, die den Krieg und sein Ende miterlebt haben? Wie werden diese Erzählungen von Generation zu Generation weitergegeben? Persönliche Geschichten und Zeugnisse von Zeitzeugen helfen, Empathie und Mitgefühl für die Opfer von Kriegen zu entwickeln. Ohne diese Geschichten könnte das Mitgefühl für Menschen in Kriegs- und Krisengebieten abnehmen. Und doch werden unsere Zeitzeugen verständlicherweise immer weniger. Versucht man, verschiedene Quellen zusammenzutragen, so sind es meist ältere, von denen wir bis heute zehren. Auch entsprechende Referenten, die sich jahrelang mit dem Thema befasst haben, werden weniger. Wie also gelingt eine Zeitzeugenschaft, wenn sich Überlebende nicht mehr selbst zu Wort melden können? Welche Lektionen können wir heute noch anwenden, um Frieden und Stabilität zu fördern? Die Geschichte zu vergessen bedeutet, aus ihren Fehlern nicht zu lernen. Die Gesellschaft könnte anfälliger für die Wiederholung von Konflikten und Unrecht sein. Und nicht zuletzt fördert das Gedenken an den Krieg und seinen Schrecken ein Bewusstsein für die Notwendigkeit des Friedens und der internationalen Zusammenarbeit. Als Volkshochschule sind wir kurz nach dem Kriegsende gegründet worden als Bildungseinrichtung mit einem demokratischen Grundverständnis, parteipolitisch, konfessionell und von gesellschaftlichen Verbänden unabhängig. Wir sind entschieden offen und entschieden kontrovers und unterstützen dabei, dass Erinnerungen nicht verblassen! Ihre Claudia Mai, Leitung der vhs Amberg-Sulzbach
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