pro Su-Ro - Bergstadtbote Juli 2026

9 1718 zogen Kurfürst Karl III. Philipp und das junge Paar um in die Pfalz. Die bisherige Residenz in Heidelberg allerdings war seit dem Pfälzischen Erbfolgekrieg unbewohnbar. Deshalb diente das Sommerschloss in Schwetzingen als vorübergehender Wohnsitz, bis die neue Residenz in Mannheim bezugsfertig sein würde. Zusammen „mit seinem Schwiegersohn, dem Pfalzgrafen von Sulzbach (...) begab sich Kurfürst Karl Philipp am 2. Juli 1720 in der Frühe (...) in feierlichem Zug zu dem Platze, wo der erste Stein gelegt werden sollte“, so heißt es über den Baubeginn des Mannheimer Schlosses. Josef Karl musste als kurpfälzischer Erbprinz keinen Kriegsdienst mehr verrichten. Mit seinem Regiment, das als „Friedensgarnison“ die Stellung hielt, blieb Josef Karl weiterhin Patrizia Zimmermann Der unbekannte Erbprinz (Teil 2) in Kontakt. Doch wurde dies für ihn in den folgenden Jahren wohl unbefriedigend, denn die Kommunikation aus der Ferne war schwierig. Bei zahlreichen Auseinandersetzungen in personellen oder finanziellen Fragen hatte er wenig Möglichkeiten, sich durchzusetzen. Privat allerdings lief es für ihn zunächst erfreulich: 1718 mit Zurück blieben die drei kleinen Töchter des Paares, die am Mannheimer Hof ihres Großvaters Kurfürst Karl Philipp zu lebenslustigen, temperamentvollen Prinzessinnen heranwuchsen. Bild Drei Sulzbacher Prinzessinnen 1742 © Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim der Geburt des ersten Sohnes begann ein „schönes, inniges Familienleben“, nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit in barocken Adelskreisen. Die üppige Hofhaltung des Prinzen drückte sich auch aus in einer Sammelleidenschaft für Porzellangegenstände. Lebensmittelpunkt sollte das Schloss Oggersheim werden, das Josef Karl in den folgenden Jahren errichten ließ. Nachdem das Paar bereits drei kleine Söhne verloren hatten, starb 1728 Elisabeth Auguste bei der Geburt ihres 7. Kindes: „Man hatte ihr einen toten Prinzen aus dem Leibe geschnitten“. Trauernd besuchte Josef Karl mehrmals die Grabstätte der Gemahlin und verweilte lange Zeit an ihrem Sarg. Mehrere Kuraufenthalte berichten davon, dass der Prinz selbst gesundheitlich angeschlagen war. 1729 starb auch er. Wie die Gemahlin wurde er bestattet in der Karmeliter-Kirche St. Jakob in Heidelberg. 1805 wurden beide überführt in die Wittelsbacher Gruft der Kirche St. Michael in München. Auftragsnummer: AuftragsPosition: Rosenberger Straße 98 (Dultplatz) Sulzbach-Rosenberg · Tel. 09661/6252 www.moebelmuench.de Wohnen - Einrichten - Leben Am Martini-Markt Sonntag, den 16.11., von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet G m b H Auftragsnummer: AuftragsPosition: Rosenberger Straße 98 (Dultplatz) Sulzbach-Rosenberg · Tel. 09661/6252 www.moebelmuench.de Wohnen - Einrichten - Leben Am Martini-Markt Sonntag, den 16.11., von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet G m b H

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