26 Spezial Binger Literaturschiff 2026 27. Binger Literaturschiff 2026 Schifffahrt Bingen – Loreley und zurück mit 3 Lesungen Das Binger Literaturschiff wird seit 1999 von der Volkshochschule Bingen immer am Freitag nach Pfingsten veranstaltet. Während der Fahrt auf der landschaftlich schönen Strecke zwischen Bingen und der Loreley hören wir dieses Mal Annett Gröschner, Kristina Hauff und Kai Wiesinger. Die Fahrt dauert von 18.15 Uhr bis ungefähr 22.30 Uhr; die einzelnen Lesungen dauern zwischen 30 und 45 Min. Zwischen den Lesungen gibt es passend dazu ein musikalisches Rahmenprogramm. Bitte beachten Sie: Es werden auf dem Literaturschiff nummerierte Plätze in den Kategorien A-36,00 €, B-31,00 € und C-26,00 € vergeben. Eine Übersicht der freien Plätze finden Sie unter www.vhs-bingen.de. Der Vorverkauf startet ab sofort. Mit freundlicher Unterstützung durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz, die Stiftung Kultur im Landkreis Mainz-Bingen und die Bingen-Rüdesheimer Schifffahrtsgesellschaft. D 20130A-C – Lesung 29.05.2026, 18.15-22.00 Uhr, 1 x Fr. 36,00 €, 31,00 € und 26,00 € Rheinanlagen – Brücke 6 Annett Gröschner: Schwebende Lasten Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, lebt seit 1983 als Schriftstellerin in Berlin. Bekannt wurde sie vor allem mit ihren Romanen "Moskauer Eis" und "Walpurgistag". Zuletzt erschien ihr gemeinsam mit Peggy Mädler und Wenke Seemann verfasster Bestseller "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat". Annett Gröschner wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Großen Kunstpreis Berlin (Fontanepreis), dem Klopstock-Preis und dem Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz. Schwebende Lasten: Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen, zwei Demokratien, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt, hat sechs Kinder geboren und zwei davon nicht begraben können, was ihr naheging bis zum Lebensende. Hatte später, nachdem ihr Blumenladen längst Geschichte war, von einem Kran in der Halle eines Schwermaschinenbaubetriebes in Magdeburg einen guten Überblick auf die Beziehungen der Menschen zehn Meter unter ihr und starb rechtzeitig, bevor sie die Welt nicht mehr verstand. Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Ihr einziges Credo: anständig bleiben.
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