© privat © Nicci Kuhn ist Publizist, Jurist und Philosoph. Prof. Dr. jur. Dr. phil. Michel Friedman Die Kelten In der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends v. Chr. prägen Völker die Geschichte Mittel- und Südeuropas, die ihre griechischen und römischen Nachbarn „Kelten“ nannten. Der Vortrag veranschaulicht anhand der Nachrichten antiker Autoren und den Erkenntnissen der modernen Archäologie die wesentlichen Merkmale der keltischen Kultur, gibt einen Überblick über deren Geschichte von den Anfängen bis zur Romanisierung und schließt mit einem Ausblick auf das Weiterleben keltischer Kulturelemente im Mittelalter und in der Neuzeit. N221010 Mi, 29.04.26, 19.30–21 Uhr Esslingen, A22, Augustinerstr. 22 Prof. Dr. Bernhard Maier · 7 €, mit Kombi Card kostenlos · Ohne Anmeldung keine Platzgarantie Bernhard Maier lehrt Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen. Er ist ausgewiesener Experte für die Kelten und hat u.a. die Publikation „Die Kelten – Geschichte, Sprache und Kultur“ verfasst. Das Ende der Kelten: Krieg, Migration, Pandemie oder Klimawandel? Vieles spricht dafür, dass sich das Ende der rechtsrheinischen Kelten im Laufe der ersten Hälfte des 1. Jh. v. Chr. nicht als langsamer Niedergang vollzog, sondern rasch und abrupt erfolgte. Der Zusammenbruch führte dazu, dass möglicherweise in kürzester Zeit das Leben auf dem Lande wie in der Stadt erlosch: Repräsentative Gutshöfe wurden eingeäschert, blühende Dörfer verlassen und großzügig geplante Städte nicht weiter ausgebaut. Bisher ist es ein Rätsel, warum und wohin die Helvetier verschwunden sind, die laut Tacitus ursprünglich zwischen Rhein, Main und oberer Donau lebten und dort die bereits in der Antike sprichwörtliche Helvetiereinöde hinterlassen haben. Als Gründe kommen auch heute noch gesellschaftspolitisch relevante Phänomene wie Krieg, Migration, Pandemie oder Klimawandel in Frage. Das plötzliche Auftreten einer neuen und nicht einheimischen Gruppe, der sogen. Südostbayerische Gruppe, im benachbarten Bayern könnte Anhaltspunkte auch für eien Rekonstruktion der Geschehnisse am Neckar bieten. Diese wohl aus der Mittelgebirgsregion eingewanderten Gemeinschaften haben sich kurzfristig, zwischen circa 80 und 40 v. Chr., in dem verlassenen Land entlang wichtiger Fernverkehrswege niedergelassen. Aber welche Rolle spielte eine bereits bei Caesar erwähnte Einwanderung von Gruppen aus dem Norden oder Osten für den Zusammenbruch der Oppida-Zivilisation in Süddeutschland? Begleiten Sie uns auf einer spannenden Spurensuche, die versucht, anhand neuester Erkenntnisse aus Archäologie, Alter Geschichte und zahlreichen Naturwissenschaften, Licht in das Dunkel der Geschichte zu bringen. N221012 Di, 05.05.26, 19.30–21 Uhr Esslingen, vhs am Eck, Strohstraße 16 Thomas Schierl · 7 €, mit Kombi Card kostenlos · Um Anmeldung wird gebeten Thomas Schierl studierte Ur- und Frühgeschichte, Mittelalterliche Geschichte und Biologische Anthropologie an den Universitäten Jena, Wien, Granada und Bonn und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Ende der keltischen Welt in vielen Teilen Europas. Seit 2024 ist er Mitarbeiter im Forschungsprojekt Helvetiereinöde und Birkengipfel: Archäologisch-botanische Forschungen zur Besiedlung und Landnutzung in Südwestdeutschland zwischen Spätlatènezeit und Römischer Kaiserzeit am Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. Mensch!: Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten In einer Zeit, in der Demokratie und Menschenrechte täglich von Extremisten und Autokraten angegriffen und Demokratien bereits in Teilen von »illiberalen Demokraten« übernommen und zunehmend autoritär und totalitär geführt werden, müssen wir mutig diskutieren und handeln. Wir müssen begreifen, dass es doch die Vielfalt ist, die es uns ermöglicht hat, über das Denken nachzudenken. Unsere eigene Widersprüchlichkeit müssen wir nicht mehr als Bedrohung, sondern als Bereicherung verstehen, ohne die unsere (politische) Kultur und Wissenschaft undenkbar wären. N222057 Do, 25.06.26, 19.30 Uhr Prof. Dr. jur. Dr. phil. Michel Friedman 10 €, mit Kombi Card kostenlos Veranstaltungsort folgt · Ohne Anmeldung keine Platzgarantie! = gebührenfrei mit Kulturpass der Stadt Esslingen = Semesterhighlight Gesellschaft und Leben / Geschichte und Politik 17
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