Stadtwerke Bernau

9 Stadtwerke Bernau — REZEPT VERANSTALTUNGSTIPPS Zu den rund 44 jährlichen Veranstaltungen, die die Braugenossenschaft selbst durchführt beziehungsweise unterstützt, gehören in den nächsten Wochen: 25.5. 8. Jahrestag der Brauerei mit Musik, Händlern und buntem Programm für die ganze Familie. Ort: Börnicke. Eintritt frei 31.5.–2.6. Hussitenfest Ort: Bernau. Eintritt: 2 bis 6 Euro (ermäßigt 1 bis 3 Euro) 7.7. Regionalmarkt – Familienfest Ort: Börnicke. Eintritt frei 10.8. 4 Jahre Braurecht – Familienfest Ort: Börnicke. Eintritt frei 25.8. Tag der Vereine Ort: Stadtpark Bernau. Eintritt frei Weitere Infos siehe: www.braugenosse.de/veranstaltungen.html nicht filtriert und nicht pasteurisiert“, fügt Hofmann hinzu. Zwei bis vier Sude pro Woche – je nach Nachfrage – setzt der 42-jährige Brauer an und mischt dafür zunächst geschrotetes Malz mit Wasser. Bis das fertige Gebräu zum Ausschank kommt, vergehen im Durchschnitt fünf Wochen. „Bier muss reifen, braucht Weile.“ Das sei wichtig für den guten Geschmack, erklärt er. Maischen, Läutern, Kochen, Gären – jeder Produktionsschritt erfordert ein hohes Maß an Können. Auch die Zutaten müssen stimmen, alles andere würde den Charakter des Bieres verändern, unterstreicht Hofmann. Und fügt hinzu: „Unsere größten Kritiker sind unsere Genossenschaftsmitglieder selbst.“ Allerdings gehe es bei der Qualitätskontrolle heute nicht mehr zu wie im Mittelalter“, ergänzt Zamzow und erzählt, dass damals zu diesem Zweck eine Bank mit Bier begossen wurde, auf die sich die Ratsherren mindestens eine halbe Stunde setzen mussten. „Wenn sie danach nicht mehr hochkamen, sondern kleben blieben, dann war das Bier in Ordnung.“ Macht Lust auf Gemeinschaft Derzeit zählt die Bernauer Braugenossenschaft rund 850 Mitglieder von 18 bis 92 Jahren. Darunter Professoren genauso wie Produktionsarbeiter, Unternehmenschefs ebenso wie Selbstständige. Etwa ein Drittel sind Genossinnen. Mitglied kann jede und jeder werden. Zum dafür einzuzahlenden Genossenschaftsanteil von 50 Euro kommt eine Bearbeitungsgebühr von 50 Euro. Einbringen kann man sich nach Lust und eigenen Möglichkeiten, etwa durch Anpacken in der Produktion, beim Abfüllen der Flaschen, im Ausschank bis hin zur finanziellen Unterstützung bei Investitionen. „Viele Braugenossen gewähren uns Darlehen. So konnten wir zum Beispiel eine eigene Abfüllanlage anschaffen“, sagt Zamzow. Was den Wert dieser Genossenschaft aber vor allem ausmache: das soziale Miteinander. „Das ist leider vielerorts abhandengekommen, wir fördern es hier bei uns sehr gern. Denn wir sind nicht nur Bierfreunde und -brauer, wir sind eine Begegnungsstätte – für alle, die Lust auf Gemeinschaft haben, mitmachen und dabei sein wollen und die eben auch gern zusammen ein Bier genießen.“ Wie das am besten schmeckt? Gekühlt natürlich – da sind sich die beiden Vorstände einig. Na dann: Prost! Links oben: Auch Geselligkeit ist fester Bestandteil des Genossenschaftsengagements: Hier wird nach getaner Arbeit angestoßen. Mitte: Ruslan Hofmann (links) ist Vorstand Produktion und stellvertretender Vorstandssprecher. Sein Kollege Heinz-Jürgen Zamzow ist Vorstandssprecher und Vorstand Kommunikation/Vertrieb. Rechts: 2023 investierte die Brauerei in eine neue Abfüllanlage. Sie wurde durch Darlehen der Genossenschaftsmitglieder finanziert.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjYwMDQ=